Antike Fundsachen

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Historische Galerie

Alsbacher Sonnentaschenuhr

Es handelt sich um die älteste deutsche Reisesonnenuhr. Sie wurde 1999 auf dem Alsbacher Schloss gefunden (hergestellt um 1500). Diese Uhr funktioniert noch heute. Wir haben dieses einmalige Museumsstück für Sie nachgearbeitet. Sie können unter info@schloss-alsbach.org diese über 500 Jahre alte Uhr bestellen.
Taschen-Sonnenuhr, Anhänger mit Öse oder Brosche mit Nadel in Bronze, Silber oder Gelbgold (585). Die Preise können Sie der Rubrik "Markt" entnehmen. Exemplare in Platin auf Anfrage. Selbstverständlich ist auch ein Zertifikat und eine Beschreibung im Preis enthalten.
Sonnenuhr


Silberbeutel gefunden

Marek Bachniak von unserem befreundeten Verein aus Neise, machte einen unerwarteten Fund. Bei Grabarbeiten, die notwendig waren um eine Wasserleitung zu verlegen, hatte er ein kleines funkelndes Kügelchen in einem Handgroßen Erdklumpen entdeckt. Er reinigte diesen mit Wasser und erblickte ein kleines aus Silberringen geknüpftes, 6 cm langes und 4,5 cm breites Beutelchen. Es handelt sich um einen Aufbewahrungsbeutel, der an einer Kette oder einem Lederriemen um den Hals getragen wurde. Es stammt aus der Gründerzeit und wurde in Deutschland aus 800er Silber hergestellt. Innen ist es in zwei Fächer unterteilt, lediglich ein kleines Kügelchen fehlt am Beutel. Ansonsten ist dieses Schmuckstück nahezu unversehrt erhalten. Es wurde wahrscheinlich von einer Dame der Gesellschaft, Ende des 19 Jahrhunderts, bei einem Besuch auf dem Schloß verloren. Ungewöhnlich war der Fundort: zwischen Bruchstücken mittelalterlichen Töpferwaren aus dem 14 bis 16. Jahrhundert in ca. 1 m Tiefe. Das läßt daraus schließen, daß um die Jahrhundertwende auf dem Alsbacher Schloß gegraben wurde. In Zusammenarbeit mit Frau Mannhardt und Dr. Prüßing vom Denkmalschutz in Dieburg wurde festgestellt, das ein Großteil der Töpferwaren aus Dieburg (Töpferhochburg des Mittelalters) stammen.
Silberbeutel


Bodenkachel

Insbesondere Ofenkacheln mit Drachen- Hirsch- und Lindenzweigmotiven, dem Mainzer Rad sowie mit Fischmotiv, wurden aufgefunden und konnten Dieburg zugeordnet werden. Im Schloß wurden grüne, aber auch gelbe Kacheln verwendet. Der zuerst unscheinbarste Fund waren Reste einer Fußbodenkachel (Gegenständige Palmetten). Diese konnten vollständig rekonstruiert werden. Sie stammen aus dem Ende des 13. Jahrhundert. Vergleichbare Motive sind von Zistersiensermönchen in Auerbach, Lorsch, Worms, Weinheim, Schönau und anderen Orten überliefert. Sie wurden meist an Sakralen Orten verlegt. Damit läßt sich die These des Heimatforschers Rudolf Kunz erhärten, der im Heimatbuch Alsbach angibt, daß sich auf dem Alsbacher Schloß eine Kapelle befand. Wohl wurden auch vom Adel solche Bodenbeläge übernommen, jedoch ist es wahrscheinlicher, daß der Belag in einer Kapelle lag. Die Bodenplatten sind aus grauem Lehm und 13,4 x 13,4 x 2,6 cm groß, mit vertiefter Prägung. Eventuell stammen Sie aus Worms. Sämtliche Gegenstände werden nach Fertigstellung des Gewölbekellers dort zu besichtigen sein. Wenn es klappt, werden wir einige Fließen neu herstellen und in der Mitte des Gewölbekellers verlegen.
Bodenfließen


Model

Bei Grabungen vom 16. bis 19. Oktober 2006 wurden im Burgzwinger wertvolle historische Funde gemacht. Die Abbildung des Models zeigt einen geharnischten Ritter (mit Sporen) und einem Sarazenenschwert, der dem Lindwurm den Kopf abschlägt um die Dame zu retten. Im Rachen des Wurms steckt eine Lanze.
Model


Rechenpfennig

echenpfennig ohne Datum: ca. 1670 bis 1730 Erste Seite: 3 Lilien mit 3 Kronen um eine sechsblättrige Rose Zweite Seite: Reichsapfel. Die Inschrift lautet: Quidquid agis, prudenter agas et respice finem Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende
Münze klein Münze klein2


Becher

Adam, wahrscheinlich 13. Jahrhundert auf einem Becher. Auf der Rückseite war sicherlich Eva abgebildet.
Becher


Krug

Maria mit dem Jesuskind im Arm, dahinter Josef im Stall zu Bethlehem mit den Tieren.
Krug


Münze

Münze mit der Jahreszahl 1566 und dem Bildnis der Königin Elisabeth I. von England (1558 - 1603)
Münze vorne Münze hinten


Die Alsbacher Taschen-Sonnenuhr als Kunstkollage

von Manfred Gütter aus Einhausen 70 x 100 cm.
Der Künstler:
Manfred Gütter
Waldstrasse 51
64683 Einhausen
Kunstuhr


Die Alsbacher Taschensonnenuhr / Zeit im Wandel

Aquarell / Collage
Das Bild entstand durch einen Wettbewerb der Gemeinde Alsbach-Hähnlein.
Thema des Wettbewerbs: Alsbach-Hahnlein-Sandwiese im Jahr 2000 in Ansichten oder Menschen.
Absicht der Gemeinde: Anschaffung von Kunstwerken zu obigem Thema für Überlieferung an die Nachkommen. Angeregt durch einen Besuch des Alsbacher Schlosses und dem Artikel über den Fund der Taschensonnenuhr in der Schloßpost, entstand die Idee zu der Aquarell-Collage. Im weiteren Verlauf setzte ich mich mit der Zeitspanne von 500 Jahren, die zwischen der Taschensonnenuhr und der modernen Stoppuhr liegt, auseinander. War man damals auf den Lauf der Sonne angewiesen, um die Zeit zu bestimmen, misst man heute die Zeit mit Mechanik oder moderner Elektronik nach Sekunden.

Bildbeschreibung: Mit der Farbenfreude des Bildes druckt sich die Vielfältigkeit des Lebens aus. Die Hand als Symbol der Schöpfung über der als gelben Kugel dargestellten Sonne, hält die Uhr und damit die Zeit an einem Faden. Die Uhr weist auf die Vergänglichkeit der Zeit. Der Zeitsprung von 500 Jahren zeigt sich an der als blauen Kugel dargestellten Erde, in der linken oberen Hälfte des Bildes, in Verbindung mit dem Seitenprofil eines Menschen, in dessen Kopf die Zeit verrinnt. In dieser Zeitspanne drehte sich die Erde weiter, Neues entstand, das Auge wachte darüber. Auf der rechten Seite des Bildes wiederholt sich die blaue Kugel in Verbindung mit dem Fundort der Uhr und dem Schloßturm. Die im Bild dargestellten Augen blicken auf die verrinnende Zeit. Dem offenen Auge sollte die Vergänglichkeit des Lebens bewusst sein.
Gleichwohl waren es zwei menschliche Augen, die die Taschensonnenuhr fanden, ausgedruckt durch die beiden Augen in der Bildmitte. Dies soll als Symbol angesehen werden, dass sich auch in unserer schnelllebigen und auf Veränderung dringender Zeit noch Kleinode von bleibendem Wert finden lassen, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht. Die sich in einem Rahmen befindenden Nachbildungen der Taschensonnenuhr, sowie das Bild des Schlosses, signalisieren das Heraustreten von etwas Kostbarem und Schönem aus der Vergangenheit. Leider versperrt dem Heutigen Menschen oft das Gefühl der zu schnell verrinnenden Zeit und das sich daraus ergebende Getrieben sein, den Blick auf das Wesentliche, das Schöne und Kostbare im Leben. Ausgedruckt wird dieses durch die Stoppuhr anstelle des Auges in der Bildmitte direkt neben der Schöpfungshand.

Mit diesem Bild sollte ein Brückenschlag geschaffen werden von Anno 1500 bis ins Jahr 2000, nochmals verdeutlicht durch die Verbindung der gemalten Uhr mit den als Collage eingesetzten Repliken in der unteren Bildmitte. Das Seitenprofil eines Menschen verbunden mit dem Siegel der Gemeinde Alsbach, am rechten unteren Bildrand ist als Hinweis gedacht, auf die Initiative der Mitglieder des Förderverein Schloß Alsbach, die den gnomonischen Schatz für die Nachwelt erhalten.