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Das Schloss Alsbach in Zeiten der Pandemie

Wir, der Historische und Kulturellen Förderverein Schloss-Alsbach e.V. müssen uns bereits seit März 2020 den Herausforderungen der Pandemie stellen und stets auf die aktuelle Lage reagieren. Für den Vorstand und die Mitglieder, die sich mit viel Herzblut und Engagement für den Erhalt der Schlossanlage einsetzen, war insbesondere die Absage der geplanten Veranstaltungen ein großes Opfer. Die Events stellen nicht nur zu einem wesentlichen Teil das finanzielle Fundament des Vereins, sie sind auch immer ein Highlight für die Mitglieder und Besucher. Neben den Veranstaltungen des Vereins wurden auch die unseres Pächters abgesagt. Alles in allem liegt somit das Vereinsleben an sich bisweilen brach.

Auch nach reiflicher Überlegung und Prüfung diverser Konzepte, blieb uns aufgrund der räumlichen Begrenzung der Burganlage und den in den Corona-Bestimmungen verankerten Auflagen 2020 leider keine andere Wahl, als die bereits geplanten Events ersatzlos abzusagen und die bereits getroffenen Vereinbarungen mit Schaustellern und Standbetreibern aufzulösen bzw. auf das nächste Jahr zu verlegen.

Da die Schlossruine genau wie Museen als Kulturstätte gilt, mussten wir die Anlage im Sommer 2020 sogar für mehrere Monate komplett schließen. In dieser Zeit konnte die Burg nicht einmal mehr von Wanderern oder anderen Tagesbesuchern betreten und erkundet werden. Mit der Schließung der Schlossanlage musste auch der Pächter der „Burgschänke“ seinen Betrieb einstellen, da sich die Schänke innerhalb der Schlossanlage befindet. Leider hat sich das Land Hessen dazu entschieden nicht zwischen Freilichtmuseen und Schlössern und Museen in geschlossenen Räumen zu unterscheiden. Hier wurden mit dem großen Besen gekehrt und kurzum alles geschlossen. Dieses Vorgehen traf unseren Pächter im Besonderen, da auch die Coronahilfen des Landes Hessen abgelehnt wurden. Das Land Hessen wollte hierfür Umsatzzahlen aus dem Jahr 2019 sehen, der Pächter hat die Burgschänke jedoch erst kurz vor dem Lockdown im Januar 2020 übernommen.

Abgesehen von der Mitgliederversammlung im Sommer 2020, die wir unter freiem Himmel und mit den gelten Abstands- und Hygieneregeln abhalten konnten und vereinzelten Arbeitseinsätzen, die zum Erhalt und der Pflege der Anlage dienten, konnte somit weder für Besucher noch für unsere Mitglieder die Burg mit Leben gefüllt werden. Für uns ein sehr trauriges Bild.

Die Mitgliederversammlung im Sommer 2020 blieb aufgrund der Verschärfung der Lage auch vorläufig die letzte Zusammenkunft der Mitglieder. Wie viele andere Vereine auch, haben wir die notwendigen Vorstandssitzungen in die Onlinewelt verlegt, was bisweilen auch zielführend und problemlos funktionierte. Da jedoch viele unserer Fördermitglieder schon älter sind, ist dies für eine ordentliche Mitgliederversammlung leider keine Option. Die technischen Hürden könnten für den Einen oder Anderen dann doch zu hoch sein und wir möchten hier allen Mitgliedern die Möglichkeit einer Teilnahme bieten.

Da der weitere Verlauf der Pandemie nicht abschätzbar ist, haben wir als HKF vorsorglich auch bis zum Herbst 2021 sämtliche Veranstaltungen abgesagt, was uns durchaus nicht leichtgefallen ist, zumal die Planungen mit den Standbetreibern und Schaustellern schon sehr weit waren und wir Einige bereits im letzten Jahr der Pandemie vertrösten mussten. Ein kleiner Lichtblick für Gäste und Besucher ist momentan die Öffnung der Anlage und der Gastro seit dem 8. März. Dies gelang dem HKF zusammen mit dem Pächter der Burgschänke, Herrn Tekkelenburg, und dank unserer Gemeinde Alsbach-Hähnlein mittels einem erweiterten Hygienekonzepts. An dieser Stelle möchten wir auch unsererm Bürgermeister Sebastian Bubenzer herzlich danken, der es ermöglicht hat, für alle Vereine und Gastronomen in Alsbach-Hähnlein eine kostenlose Zugangsverfolgung über die „darf ich rein“ GmbH sicherzustellen. Besucher scannen nun einen Barcode am Eingang und füllen ein Kontaktformular online auf dem Smartphone aus. Somit kann die Besucheranzahl kontrolliert sowie die Kontaktverfolgung im Ernstfall gewährleistet werden. Die Kosten hierfür werden komplett von der Gemeinde Alsbach-Hähnlein getragen.

Für die geplanten Veranstaltungen sind die Hürden jedoch weiterhin zu hoch, um diese im vernünftigen Rahmen durchführen zu können. An der aktuellen Situation des Vereins wird sich somit erst mit Aufhebung der Corona-Auflagen wieder etwas ändern. Eine weitere Verschärfung oder neue Auflagen, die eine Schließung der Anlage zur Folge hätten, wäre für den Verein und auch für die Burgschänke eine Katastrophe. Der HKF hat die Schlossanlage vom Land Hessen in Erbpacht übernommen und ist für dessen Instandhaltung verantwortlich. Ein Ausschluss von Besuchern würde zu einem Einbruch der Spenden führen, auch die Pacht der Burgschänke würde ausfallen. Die Haupteinnahmequelle des HKF sind die verschiedenen Veranstaltungen, wie das Kinderritterfest, der Pfingst- und Herbstmarkt sowie das Weihnachtmärchen. Sollten neben dem bereits für 2021 abgesagten Kinderritterfest und dem Pfingstmarkt noch weitere Veranstaltungen wegbrechen, würde dies den Verein in eine finanzielle Notlage bringen. Wir hoffen alle, dass sich die Lage bis zum Sommer wieder etwas entspannt, da wir als Verein auf die Spenden der Besucher und die Veranstaltungen angewiesen sind zumal für 2021 noch große Herausforderungen auf den HKF zukommen. Es gibt einige Sanierungsmaßnahmen, die zum Erhalt der historischen Burganlage notwendig sind und nicht aufgeschoben werden können.

Wir sind als Verein auf die tatkräftige Hilfe der Mitglieder, die Spenden von Besuchern und die Erlöse aus den Veranstaltungen angewiesen. Wir freuen uns deshalb über jeden, der sich als aktives Mitglied tatkräftig an der Erhaltung der Burg beteiligen möchte, ebenso würden wir gerne neue Fördermitglieder in unseren Reihen begrüßen. Auch jeder der die Erhaltung dieses hessischen Kulturgutes mit einer Spende unterstützen möchte, ist gerne gesehen.

Gemeinsam schaffen wir es durch diese schwierige Zeit.

 

ENTEGA-Vereinswettbewerb

Der ENTEGA-Wettbewerb 2020 ist zu Ende und wir haben es Dank tatkräfiger Unterstützung durch Freunde und Förderer von Schloss Alsbach, sowie die Mitglieder des HKF in der finalen Abstimmung auf den 5. Platz geschafft. Somit hat uns unser in diesem Jahr vorgelegtes Konzept für die Pflege und weitere Ausgestaltung der Burggärten von Schloss Alsbach ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro beschert, das nun bestimmungsgemäß vollumfänglich unseren Burggärten zugute kommen soll.

Rund 1.700 Stimmen in der Qualifikations-Phase des Wettbewerbs zeigen, welches Ansehen unsere Burggärten mittlerweile genießen. Für die derzeit aktive Gartengruppe bedeutet das einerseits Anerkennung für die in den vergangenen Monaten geleistete Arbeit und andererseits Ansporn und Ermutigung, ihre Pläne weiter zu verfolgen, zu präzisieren und in die Tat umzusetzen.

Es soll dabei – wie bereits angekündigt – in erster Linie um die erforderlich gewordene Neu- bzw. Umgestaltung des Karls- und des Hildegardgartens gehen: Vorgesehen ist die Anlage eines für Besucher erreichbaren Fühl- und Riechbeetes, das Einbringen weiterer alter Nutzpflanzen zum Färben, zur Textilbe- und -verarbeitung wie z.B. Lein, Weberkarde, Seifenkraut, sowie eine Erweiterung der bereits vorhandenen Kräuter- und Pflanzenpalette. Auch soll u.a. eine Beschilderung der neugepflanzten Rosen im Wildrosenhag erfolgen.

Dabei wollen wir uns vor allem darum bemühen, nachhaltig zu arbeiten und dafür Sorge zu tragen, dass die einzelnen Pflanzen einen angemessenen Standort bekommen, an dem sie wachsen und gedeihen können, um nicht ständig wieder ersetzt werden zu müssen. So wäre jedenfalls das erhaltene Preisgeld wirklich effektiv eingesetzt. Ein Burggarten lebt nunmal nicht von stets neu eingebrachten Jungpflanzen, sondern nicht zuletzt vom Charme älterer Pflanzen, denen man auch ansieht, dass sie wachsen dürfen (d.h. dass mehrjährige Pflanzen aus teilweise verholzten Teilen im Frühjahr wieder neu austreiben und dass sich ein- oder zweijährige Arten durch Aussamen selbst vermehren).

 

„Engagierter Ruhestand“ auf der Burg

Das Programm „Engagierter Ruhestand“ bietet Beamten von Post und Telekom, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, die Möglichkeit, unter bestimmten Bedingungen vorzeitig in den Ruhestand einzutreten. Eine Möglichkeit hierfür ist zum Beispiel, dass der Beamte bzw. die Beamtin sich verpflichtet, innerhalb von drei Jahren 1.000 gemeinnützige Arbeitsstunden zu leisten. Hierin sieht der Historische und Kulturelle Förderverein Schloss Alsbach (kurz HKF) eine Möglichkeit, Unterstützung für seine gemeinnützige Arbeit zu erhalten. Der HKF hat die Burgruine „Schloss Alsbach“, ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel in Alsbach-Hähnlein, vom Land Hessen in Erbpacht übernommen. Damit hat sich der Verein auch die Aufgabe gestellt, dieses Kulturgut zu pflegen und zu unterhalten. Wie die Denkmalschützer vom HKF erklären, fallen hierbei stets zahlreiche praktische Arbeiten an, für die die Ehrenamtler Hilfe durchaus gut gebrauchen könnten.

Sie bieten daher für „Macher“, die gerne da arbeiten, wohin andere ihre Ausflüge machen, die Möglichkeit, die Vereinsmitglieder beim Erhalt dieses historischen Kleinods zu unterstützen. Interessenten finden die Kontaktdaten auf der Internetseite des Vereins unter „Kontakt“.

 

Unterstützung für Baumschnitt und Rebstockpflege gesucht

Nachdem bereits vor einigen Jahren auf dem Gelände von Schloss Alsbach zahlreiche Weinstöcke und Obstbäume angepflanzt wurden, suchen wir, die ehrenamtlichen Helfer des Historischen und kulturellen Fördervereins Schloss Alsbach e.V., nun Unterstützung, um deren Pflege und vor allem deren regelmäßigen sachgerechten Schnitt auch künftig gewärleisten zu können. Angestrebt wird eine ehrenamtliche und – nach vorheriger Absprache mit dem Zeugwart und der Gartengruppe von Schloss Alsbach – eigenverantwortliche Durchführung der erforderlichen Arbeiten.

Zu den besonderen „Schätzen“ auf unserem Burggelände gehören neben den in den Burggärten angesiedelten Kräutern und Stauden, von denen die meisten bereits im Capitulare de Villis Karls des Großen und der Physica Hildegard von Bingens Erwähnung fanden, beispielsweise auch die im Karlsgarten angepflanzte Zibate, eine alte pflaumenartige Steinobstsorte, eine Konstantinopler Apfelquitte, eine Pfälzer Fruchtfeige und mit dem Edelborsdorfer Apfel, ein Exemplar der wahrscheinlich ältesten noch existierenden Kulturapfelsorte Deutschlands. Unsere Weinreben der Sorte Regent wachsen entlang der großen Bogenbahn und an den Burgmauern im Biergarten. Desweiteren gibt es noch einige Obstbäume auf der Ostwiese unterhalb des Zwingers.

Wenn Ihnen die Pflege von Obstbäumen und Weinstöcken Freude bereitet und wir Sie neugierig gemacht haben, können Sie sich gern beim Historischen und kulturellen Förderverein Schloss Alsbach e.V. melden.

Natürlich freuen wir uns auch über alle, die uns einen Besuch abstatten, um sich einfach mal auf unserer Burg umzusehen. Angesichts der aktuellen Lage bitten wir um Beachtung der jeweils gültigen Corona-Auflagen.

 

Neuerungen und Radfahrverbot auf Schloss Alsbach

Auch wenn es in der Natur der Sache liegt, dass eine mittelalterliche Burganlage wie Schloss Alsbach leider nicht barrierefrei sein kann, haben wir uns in den letzten Wochen im Zuge notwendig gewordener Arbeiten und diverser Pflegemaßnahmen darum bemüht, ein wenig zur besseren Begehbarkeit beizutragen:

So haben fleißige Hände unserer ehrenamtlich tätigen Helfer beispielsweise zahlreiche Holzgeländer innerhalb unserer Burg erneuert und einige größere potentielle Stolperfallen unauffällig beseitigt. Im teilweise neu gestalteten Zwinger wurden umherliegende Steine aufgesammelt und zur Beetgestaltung bzw. zum Aufsetzen neuer Beetumrandungen verwendet. Auch laden dort zusätzlich aufgestellte Bänke zum Ausruhen und Verweilen ein. Der gepflasterte Weg über die von der Vorburg in den Burginnenhof führende Brücke wurde zudem beidseitig mit einem Handlauf versehen.

Wir hoffen, dass wir durch diese bereits erfolgten Massnahmen auch denjenigen unserer Besucher, die nicht so gut zu Fuß sind, den Aufenthalt auf Schloss Alsbach so angenehm wie möglich machen können.

Die Radfahrer möchten wir darauf hinweisen, dass zur allgemeinen Sicherheit unserer Besucher und mit Rücksichtnahme auf unser freilaufendes Federvieh das Radfahren auf dem Burggelände nicht gestattet ist. Bitte steigen Sie von Ihrem Rad ab und erkunden Sie Schloss Alsbach auf Schuster’s Rappen. Fahrradständer finden Sie vor der Burg.

Wenn es Ihnen bei uns gefallen hat, sagen Sie es ruhig weiter. Und ganz besonders schön wäre es, wenn Sie wiederkommen und vielleicht sogar Freunde mitbringen.

Der Historische und Kulturelle Förderverein Schloss Alsbach e.V. freut sich auf Ihren Besuch.

Aufgrund der momentanen Situation bitten wir auch weiterhin darum, die derzeit gültigen Corona-Bestimmungen zu beachten.

 

Der Odenwald aus hoher Warte – Ein kleiner Führer zu 50 Aussichts- und Burgtürmen im und am Rande des Odenwalds

… oder mindestens hoch hinaus über die Wipfel des Odenwaldes, der Bergstraße und des Neckartals führen die Touren in diesem inzwischen vierten Band der Wander- und Freizeitführer-Reihe von Markus Latka. Und unser schönes Alsbacher Schloss ist ebenfalls mit dabei!

Das Buch ist erhältlich über die Seite des Verlages: https://verlag-waldkirch.de/buch268_268_268_450_Der-Odenwald-aus-hoher-Warte.html

 

Der Förderverein Schloss Alsbach ist dieses Jahr der Hauptpreisträger des Ludwig-Metzger-Preises

Die Sparkasse Darmstadt verleiht jährlich den Ludwig-Metzger-Preis an gemeinnützige Vereine, Institutionen und weitere Organisationen mit gemeinnütziger Zielsetzung. Hiermit unterstützt Sie wichtige soziale und ehrenamtliche Arbeit in allen Bereichen. Ob Kinder, Jugendliche, Senioren oder Beratungsstellen – es gibt kaum eine gesellschaftliche Gruppe, die nicht von der Förderung der Sparkasse profitiert.

Dieses Jahr erhält der H.K.F. Schloss Alsbach e.V. für sein ehrenamtliches Engagement zur Instandhaltung der Burganlage den mit 10.000€ dotierten Hauptpreis. Wir bedanken uns sehr herzlich für diese große Unterstützung und freuen uns diese Mittel für den weiteren Erhalt der historischen Wehranlage einsetzen zu können.

 

Alsbacher Schloss wird aus Versehen zum Motiv einer Sonderbriefmarke der Bergischen Post

Das Alsbacher Schloss ziert aus Versehen als Motiv eine Sonderbriefmarke des regionalen Postzustelldienstes Bergische Post, auf der eigentlich nicht unsere Burg an der Bergstraße sondern Schloss Alsbach in Nordrhein-Westfalen zu sehen sein sollte.

Die Ursache ist eine Verwechslung, denn in Engelskirchen im bergischen Land, unweit von Köln gelegen, gibt es das Haus Alsbach, ein denkmalgeschütztes befestigtes Herrenhaus, das auf den Grundmauern einer Wasserburg errichtet wurde, die 1373 erstmals urkundliche Erwähnung fand. Eigentlich hätte dieses Herrenhaus auf der Briefmarke verewigt werden sollen. Allerdings nahm die Bergische Post mit unserem Verein Kontakt auf und bat um ein schönes Foto von unserer um 1235 erbauten mittelalterlichen Burg.

Und so nahm eine Verwechslung ihren Lauf, die als Kuriosität regionale Postgeschichte schreibt. Jetzt zieren der Bergfried mit Schildmauer und Tor unseres Alsbacher Schlosses die 5.000 Briefmarken im rund 200 Kilometer entfernten Engelskirchen. Eva Olpen führt die Bergische Post und bringt von Zeit zu Zeit Sonderbriefmarken mit Motiven aus ihrer Region auf den Markt.

Unverdient kommt die unfreiwillige Werbung nach Meinung von Frau Olpen sowieso nicht. „Der Bergfried ist einfach ein wunderschönes Motiv und das Schloss sollte unseres Erachtens viel mehr Aufmerksamkeit bekommen“, sagte sie. „Ich freue mich riesig über diese angenehme Verwechslung.“

Für Sammler gibt es die Marken als Zehnerbogen für sechs Euro direkt bei der Bergischen Post, 51766 Engelskirchen, Aggerufer 25, Telefon: 02263 / 1799.